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Die FT Adler Kiel überzeugte am Samstag vor
heimischer Kulisse mit Moral und Nervenstärke und besiegte den USC Braunschweig
mit 3:0. Hendrik Matthießen, bester Punktesammler auf Seiten der Adler-Jungs,
meinte nach dem Spiel: "Ich habe keine Zweifel am Klassenerhalt."
Die Siegesserie der KTV-Damen fand am Sonnabend bei
Mitaufsteiger SC Langenhagen ein Ende. Das Team von Jan Oelke verlor nach
gewonnenem ersten Satz mit 1:3 und muss weiter um den Klassenerhalt bangen. "Ich
mache meiner Mannschaft keinen Vorwurf, die Moral war toll", sagte Oelke nach
dem Spiel.
Die Chancen auf den Gewinn der Meisterschaft in der
Regionalliga Nord sind für den TSV Kronshagen nach der 0:3 Niederlage gegen den
direkten Konkurrenten aus Norderstedt stark gesunken. "Es gab kurze
unkonzentrierte Phasen, die wir nicht kompensieren konnten", meinte Trainer Dirk
Severloh nach dem Spiel.
FT Adler Kiel:
Die Adler-Jungs mussten am Samstag nicht nur auf
Florian Lüdike und Trainerin Silke Lüdike verzichten, sondern ebenfalls auf
Leistungsträger Florian Huth, der sich gemeinsam mit seinem Partner Lüdike in
Südafrika auf die kommende Beach-Saison vorbereitet. Trainer Udo Reimann konnte
so auf einen Kader von elf Spielern zurückgreifen und fand in der
Kabinenansprache vor dem Spiel die richtigen Worte: „Druckvoll aufschlagen und
die Schnellangreifer in der Mitte nach Möglichkeit nicht zur Entfaltung kommen
lassen!“
Während die Gäste bis zum 23:21 Ihr Programm recht emotionslos abspulten und
dabei wenig Schwächen zeigten, konnten sich die Kieler angetrieben von den rund
280 Kieler Zuschauern im richtigen Moment steigern. Dabei war es zuerst Finn
Dittelbach, der mit einem Ass beim Aufschlag den Ausgleich schaffte. Dann jedoch
hatte Braunschweig mit 24:23 den ersten Satzball. Dieser wurde abgewehrt, bevor
FT Spieler Hendrik Matthießen beim Stand von 26:25 für die Hausherren den
entscheidenden Ball zum 27:25 verwandelte.
Im zweiten Satz zeigte sich ein ähnliches Bild. Wieder waren es die Gäste, die
den Satzball vor Augen hatten - und erneut zeigten die Kieler Ihr neues
Selbstbewusstsein. Starke Blockaktionen von Daniel Krug und Björn Blumtritt,
sowie viel Einsatz in der Feldabwehr von allen Mannschaftsteilen, wurden vom
wieder erstarken Hendrik Matthießen mit dem 29:27 und der damit verbundenen 2:0
Satzführung belohnt.
Die Gäste aus Braunschweig konnten sich dann zwar noch einmal im Block steigern,
hatten den fulminanten Sprungaufschlägen von Nils Rohde und Finn Dittelbach aber
nicht mehr viel entgegenzusetzen und ergaben sich beim Spielstand von 22:17
ihrem Schicksal. Mit dem 25:18 machten die FT Akteure einen wichtigen Schritt in
Richtung Klassenerhalt und profitierten dabei unter anderem von der knappen
Niederlage der Delbrücker gegen Olympia Berlin (2:3) und der deutlichen
Niederlage der Warnemünder gegen Tabellenführer Leverkusen (0:3).
"Wir haben dumme Fehler gemacht und angefangen, mit uns selbst zu hadern",
schildert USC-Mannschaftskapitän Steffen Ahlborn die entscheidenden Phasen der
ersten Durchgänge. "Beide Sätze gingen deshalb in der Verlängerung verloren. Bei
uns hat heute von Anfang an die Einstellung nicht gestimmt und der Ehrgeiz
gewinnen zu wollen, hat völlig gefehlt. Das war eine verdiente Niederlage."
Für die Schleswig-Holsteiner beginnen jetzt allerdings die „Wochen der
Wahrheit“. Waren die Erfolge gegen Giesen und Braunschweig aufgrund der
Entwicklung der letzten Wochen im Bereich des Möglichen, aber nicht zwangsläufig
eingeplant, stehen mit Essen, Schöneiche und Lindow drei schwere Auswärtsspiele
an. Demgegenüber warten im Adlerhorst mit dem ersten Absteiger Windeck und dem
Tabellenvorletzten Lüneburg zwei vermeintlich „leichte“ Heimspielgegner.
„Wollen wir die Klasse sicher halten, sollten wir aus den verbleibenden fünf
Partien nach Möglichkeit noch vier Punkte holen", so Mannschaftskapitän Björn
Blumtritt, der allerdings auch davor warnt, jetzt leichtsinnig zu werden: „Wir
haben gesehen, das die Liga in dieser Saison so ausgeglichen wie selten war und
jede Mannschaft jede andere Mannschaft schlagen kann. Daher werden wir uns in
den nächsten zwei Wochen akribisch auf das Spiel gegen den Tabellendritten aus
Essen vorbereiten."
Das nächste Heimspiel der Adler-Jungs ist am
20.03.2010 um 20:00 Uhr gegen Windeck.
Kieler TV:
Mit 1:3 musste sich der Kieler TV beim Mitaufsteiger
SC Langenhagen geschlagen geben. Nach einer wackeligen Anfangsphase mischte das
etwas dezimierte Team von Trainer Jan Oelke gut mit, musste dann aber
konditionell dem intensiven Spiel Tribut zollen und sich mit einem Satzgewinn
zufrieden geben.
Mit nur neun Spielerinnen angereist startete der KTV vor einem überraschend
kleinen aber feinen Publikum etwas unsicher in die Begegnung. Ein 14:20
Rückstand konnte im ersten Satz durch gute Aufschläge von Bianca Röhrs und tolle
Blockarbeit von Zuspielerin Susanna Wigger wettgemacht werden. "In der Endphase
des ersten Satzes haben wir sehr abgebrüht gespielt und eiskalt unsere Chancen
genutzt", so Trainer Oelke. Mit 27:25 erkämpfte die Mannschaft sich den Satz und
startete auch furios in den zweiten Durchgang.
Beim Spielstand von 9:5 kam es aber dann aber
überraschenderweise zu einem Bruch im Spiel des KTV. Eine gelbe Karte wegen
Meckerns gegen den SC Langenhagen gab zwar den Punkt zum 10:5 nach Kiel, aber
ein von nun an angestachelter Gegner startete eine starke Aufholjagd. Aus 11:7
wurde ein 11:16 und auch ein wahrer Kraftakt in der heute gut aufgelegten
Feldverteidigung um Libero Lynn Mohn konnte den Satzverlust mit 23:25 nicht
verhindern.
Im folgenden dritten Satz gestaltete sich das Match
bis zum 11:10 sehr ausgeglichen. "Wir haben dort dann unglücklich 2-3 enge Bälle
verloren und sind den fehlenden Breaks bis zum Ende hinterhergelaufen", so Oelke.
20:25. Im vierten Durchgang machte sich dann das fehlende Wechselrepertoire
bemerkbar. "In den letzten Spielen war die Größe unseres Kaders unsere Stärke.
Im letzten Abschnitt hatten wir einfach konditionell nichts mehr hinzuzusetzen",
kommentierte Oelke nach dem Match. "Gerade die Angreifer auf den Außenpositionen
hätten nach den langen und umkämpften Ralleys immer mal wieder eine Pause
brauchen können." Letztlich klar und verdient ging der vierte Satz mit 16:25
nach Langenhagen.
"Das Team hat heute gute Moral gezeigt und toll
gekämpft", lobt Jan Oelke seine Mannschaft. Nun kann die Mannschaft ein
Wochenende verschnaufen, um dann am übernächsten Wochenende einen
Doppel-Heimspieltag auszutragen. "Da werden wir alles tun um weitere Punkte im
Abstiegskampf einzufahren". Los geht's am Samstag, den 13.03.2010, um 20:00 Uhr
gegen Rudow Berlin. Am Sonntag, den 14.03.2010, folgt um 15:00 Uhr das Spiel
gegen Emlichheim.
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