DVV muss auf Reformkurs bleiben

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-Ein Interview mit SHVV-Präsident Bernd Neppeßen-

Langjähriger SHVV-Präsident Bernd Neppeßen hat in seinen 22 ehrenamtlichen Dienstjahren schon nahezu alles erlebt, was man in einem sportpolitischen Leben erfahren kann. Von Rücktritten ganzer Präsidien, über unbeliebte Personalentscheidungen bis hin zur Strukturreformen. Er selbst hat sich vorgenommen den Schleswig-Holsteinischer Volleyball-Verband e.V. zu reformieren, um den Volleyball weiter voran zu bringen.

 

So geht es auch seinem Amtskollegen im Deutschen Volleyball-Verband, Präsident René Hecht. Mit 385 Länderspielen ist der 60jährige unangefochtener Volleyball-Rekordnationalspieler und hat nichts an Ausdauer und Stehvermögen eingebüßt. „Auch wenn die Berichterstattung der letzten Monate etwas anderes vermuten lässt, wir stehen zu René Hecht. Der DVV muss auf Reformkurs bleiben und die begonnene Strukturreform weiter umsetzen“, so der SHVV-Präsident.

 

Der DVV kam in den vergangenen Monaten immer wieder in die negativen Schlagzeilen. Von einer schlechten Finanzlage und Intransparenz ist die Rede, verantwortlich soll Präsident René Hecht sein. Zu Unrecht, findet Bernd Neppeßen, der selbst ein Jahr als Interimsvorstand im DVV eingesprungen ist. „Endlich hat jemand den Mut alte Strukturen aufzubrechen, die wir als Mitglieder immer schon bemängelt haben. Wir alle wollen, dass der DVV sich modernisiert und zukunftsfähig aufstellt. Und ja, beim Hobeln fallen auch Späne. Das mag dem einen oder anderen nicht gefallen und nicht jeder erkennt die Notwendigkeit, wieso sich auch Spitzensportverbände nachhaltig aufstellen müssen. Der DVV hat bei der letzten Mitgliederversammlung erstmals einen transparenten Finanzplan dargelegt – wohlgemerkt ohne Vermarktungserlöse. Darauf sind wir stolz.“

 

Neppeßen, dem vor allem die Projekte gemeinsame Digitalisierung und Sportentwicklung am Herzen liegen, ist auch hier optimistisch. „Und auch bei den Zukunftsprojekten geht es voran. Nur gemeinsam können wir allen Volleyballer*innen und Fans in Deutschland eine sinnvolle digitale Heimat bieten. Alle Landesverbände haben sich auf einen gemeinsamen Projektplan und ein Ziel geeinigt. Das ist ein Vorzeigeprojekt, dass in föderalen Sportstrukturen seinesgleichen sucht. Auch im Bereich der Sportentwicklung werden wir jetzt durchstarten und setzen den Projektplan neu auf.“

 

Der SHVV-Präsident bricht damit eine Lanze für DVV-Präsident René Hecht und ist vom gemeinsamen Erfolg überzeugt, unter dem Dach des Deutschen Volleyball-Verbandes.

veröffentlicht am Freitag, 29. April 2022 um 10:47; erstellt von Michels, Rica

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